Karl-Friedrich Schinkel  und JGS
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Haus der gefina

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Geschäftsstelle der

Schadow-Gesellschaft e. V.

Am Wasserturm 11, 29223 Celle

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Willkommen in der Residenzstadt Celle

Übernachten Sie gut im Gästehaus im Garten

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Schadow-Gesellschaft e. V.

Webdesigner

Dieter Gefeke

 

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SchadowGesellschaft e.V.

Internationales Forum für Kunst, Bildung und Wissenschaft

Gemeinnützige Körperschaft

gegr. 1985

Restauriertes Schadowhaus

Das Restaurierte Schadowhaus in Berlin-Mitte Schadowstraße 10-11

Wandfresken im Schadowhaus

Wandfresken

E. J. F. Bendemann

 "Der Brunnen des Lebens, umgeben von den Schönen Künsten"

1837. Freskomalerei von Eduard Julius Friedrich Bendemann

(* 3. Dezember 1811 in Berlin; † 27. Dezember 1889 in Düsseldorf) war ein deutscher Maler und ein wichtiger Vertreter der Düsseldorfer Malerschule sowie Medailleur und Hochschullehrer.

Schwiegersohn von Johann Gottfried Schadow.

 

Renoviertes Schadowhaus an den Bundestag übergeben

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Das letzte erhaltene klassizistische Gebäude in Berlin ist fertig restauriert.

Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse (SPD) nahm am Mittwoch, 12. Juni 2013, den Schlüssel zum renovierten Schadowhaus in Empfang. Das Haus in der heutigen Schadowstraße 10-11 gelegen, war ein Geschenk des preußischen Königs an Johann Gottfried Schadow (1764-1850), einen der bekanntesten Bildhauer und Künstler des deutschen Klassizismus. Sein berühmtestes Werk ist die Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Das Haus war in den letzten siebeneinhalb Jahren von Grund auf saniert und renoviert worden und wird zukünftig das Kunstreferat der Bundestagsverwaltung beherbergen.

 

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"Ein wichtiges persönliches Anliegen"

"Mit der Sanierung des Schadow-Hauses übernimmt der Bundestag Verantwortung für den Erhalt eines besonderen Bau- und Kulturerbes der Hauptstadt", sagte Wolfgang Thierse im Beisein von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert und Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald. In dem Gebäude ließen sich die Facetten der bürgerlichen Stadtgeschichte "zweier ganzer Jahrhunderte ablesen".

Der Erbauer des Hauses, Johann Gottfried Schadow, sei eine der prägendsten Gestalten der preußischen Kunst und Kulturgeschichte gewesen. Die Renovierung und Restaurierung des Hauses sei auch deshalb "ein wichtiges persönliches Anliegen", sagte Thierse, da der Beschluss zur Herrichtung des Hauses unter seiner Amtszeit als Bundestagspräsident gefallen sei.

"Echter Gewinn für Berlin"

Thierse sagte, es grenze an ein Wunder, dass das Haus die Bombardierung des Zweiten Weltkrieges unbeschadet überlebte. Nach dem Krieg kamen in dem Haus Künstler und Gewerbetreibende unter, so eine Zeit lang der Bildhauer Bernhard Heiliger. Mitte der Neunzigerjahre sei das Haus "in einem erbärmlichen Zustand" gewesen, sagte Thierse. Nach der Renovierung sei es nun ein "echter Gewinn für Berlin".

Die Restaurierung sei eine spannende Zeit, eine enorme Herausforderung und eine erhebliche finanzielle Geduldsprobe geworden. Man habe nicht geahnt, welch "kunsthistorischer Reichtum" sich unter den zum Teil acht Lagen an Putz und Tapeten verborgen hatte.

"Denkmal von kultureller und nationaler Bedeutung"

Die Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Rita Ruoff-Breuer, sagte, nach der langen und anspruchsvollen Projektarbeit sei sie stolz darauf, dieses hergerichtete Schadowhaus nun übergeben zu können. "Das Haus ist ein Denkmal von kultureller und nationaler Bedeutung." Der preußische König Friedrich Wilhelm habe Schadow das Haus als Anerkennung dessen künstlerischer Leistungen geschenkt, sagte Ruoff-Breuer. "Es war, wen man so will, schon damals eine öffentlich geförderte Baumaßnahme."

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Bei der Renovierung und Restaurierung habe die Prämisse gegolten, die originale Bausubstanz so gut wie möglich zu erhalten. So sei das Fundament statistisch ertüchtigt und an vielen Stellen Zement injiziert worden. Die Farben der Räume wurden nach alten Rezepten gefertigt, Ziegel nach alten Angaben nachgebrannt und historische Details ergänzt. 40 Restauratoren hätten daran gearbeitet, um das Haus in ein "Schmuckstück" zu verwandeln.

Problematische Dachstuhlsanierung

Hans-Joachim Henzgen vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, das für die Restaurierung zuständig war, sagte, die denkmalpflegerischen Anforderungen des Umbaus seien nur mit der Museumsinsel in Berlin zu vergleichen. "Alles, was erneuert werden musste, wurde mit historischen Baustoffen ersetzt."

Die Restaurierung habe nur Schritt für Schritt vonstatten gehen können. Besonders problematisch sei die Dachstuhlsanierung gewesen. Die Balken seien mit einem hochgiftigen Holzschutzmittel kontaminiert gewesen, das man aber habe entfernen und die Balken dann versiegeln können.

Strenge denkmalpflegerische Vorgaben

Laut Rita Ruoff-Breuer wurde 2001 beschlossen, das Haus herzurichten. Die Projektvorbereitungen liefen bis 2005, der Baubeginn startete im Jahr 2006. Aufgrund der strengen denkmalpflegerischen Vorgaben verzögerte sich jedoch die eigentlich für 2011 geplante Fertigstellung. Das Haus wurde zwar im Jahre 1805 gebaut, nach Schadows Tod jedoch noch einmal umgebaut und ein zweites Dachgeschoß aufgesetzt.

Bei der Restaurierung wurde versucht, den originalen Zustand von 1805 wiederherzustellen. Die Gesamtkosten des Umbaus betrugen knapp 17 Millionen Euro. Das Schadowhaus hat eine Grundfläche von 2.159 Quadratmeter und eine Nutzfläche von knapp 1.000 Quadratmetern. (jbb/12.06.2013)

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Rede von Wolfgang Thierse anlässlich der Übergabe des Schadow-Hauses an den Deutschen Bundestag

Herr Bundestagspräsident Norbert Lammert,

Vizepräsident Eduard Oswald,

Vizepräsident Hermann Otto Solms,

liebe Iris Gleicke,

liebe Petra Merkel,

sehr geehrte Frau Präsidentin des BBR (Frau Ruoff-Breuer),

verehrte Vertreter der Schadow-Gesellschaft Berlin,

meine sehr geehrten Damen und Herren, 

endlich ist es soweit: Nach langwierigen und aufwändigen Sanierungsarbeiten wird das Schadow-Haus an seinen künftigen Nutzer, den Deutschen Bundestag, übergeben! Das ist ein erfreulicher Termin, zu dem ich insbesondere alle Pressevertreter herzlich begrüße! 

Der heutige Tag ist für Architekturfreunde ein spannender Tag und für Fach-Journalisten sogar eine sportliche Herausforderung, das vermute ich jedenfalls: In knapp zwei Stunden erfolgt die Grundsteinlegung für das Humboldt-Forum und noch einige Stunden später wird der Deutsche Architekturpreis 2013 vergeben. Aber so ist es in einer lebendigen Hauptstadt, die sich verändert und entwickelt – und die sich aktiv zu ihrer Geschichte, zu ihren historischen Prägungen verhält. Terminhäufungen sind nicht immer zu vermeiden. Aber ich denke, andersherum wäre es schlimmer. 

Mit der Sanierung des Schadow-Hauses hat der Deutsche Bundestag Verantwortung für den Erhalt eines besonderen Bau und Kulturerbes unserer Hauptstadt übernommen – wie zuvor schon bei anderen, bereits wieder aufgebauten und in das Parlamentsviertel integrierten Gebäuden: dem Reichstagsgebäude, dem Reichstagspräsidentenpalais, dem Gebäude der ehemaligen Kammer der Technik (Dorotheenstraße 101), dem ehemaligen Kaiserlichen Patentamt (Luisenstraße 93). 

Bei der Errichtung des Parlamentsviertels hat der Bundestag stets auf einen respektvollen und behutsamen Umgang mit vorgefundener Bausubstanz und kulturhistorischen Prägungen geachtet, dies war und ist ein Leitbild unserer Baumaßnahmen. 

Im Falle des Schadow-Hauses war es mir als damaligem Bundestagspräsidenten auch ein wichtiges persönliches Anliegen, dass das geschichtsträchtige Gebäude erhalten bleibt und denkmalgerecht saniert wird. Schließlich lassen sich am Beispiel dieses letzten klassizistischen Künstlerhauses in der einstigen Dorotheenstadt facettenreiche Kapitel der nationalen Geschichte wie der Berliner Stadtgeschichte gleich zweier Jahrhunderte erzählen. (Darunter eben auch ein interessantes Kapitel über die Arbeitsweise und Anspruchshaltung der preußischen Bauverwaltung Ende des 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts, Frau Ruoff-Breuer hat darauf hingewiesen.

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Der Bildhauer, Grafiker und Lehrer Johann Gottfried Schadow gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der preußischen Kultur- und Kunstgeschichte. Er hat nicht nur die Quadriga für das Brandenburger Tor geschaffen, sondern auch das ebenso berühmte wie anmutige Doppelstandbild der Prinzessinnen Friederike und Luise von Mecklenburg-Strelitz, das Grabmal des Grafen Alexander von der Mark und viele andere bedeutende Skulpturen und Denkmäler. Dass ihm Friedrich Wilhelm III. die Errichtung eines eigenen Wohnhauses mit Ateliers und Werkstätten finanzierte, geschah in Anerkennung seiner herausragenden künstlerischen Leistungen. 

Die Familie Schadow bezog ihr neues Domizil in der damaligen „Kleinen Wallstraße“ im Jahre 1805 – und schon bald zählte das Bürgerhaus zu den wichtigsten kulturellen Adressen Berlins. Mitglieder der königlichen Familie gingen hier ein und aus, ebenso die bekanntesten Dichter, Maler, Bildhauer und Gelehrten jener Zeit, darunter auch die Gebrüder Humboldt. 

Achim von Arnim beschrieb 1806 in einem Brief an Goethe seinen persönlichen Eindruck (Zitat): „Schadow hat sich ein zierlich festes Haus erbaut und beynahe zwey Jahre damit beschäftigt, es hat wahren Luxus in Basreliefen, in Friesen und Leisten, die Fenster mit Marmor eingefasst; sehr herrliche Kellerhälse im Hofe aus großen Marmorplatten auf viereckten Marmorsäulen ruhend.“ (usw.) 

Die beiden prächtigen und figurenreichen Reliefs (Supraporten) an der Fassade, die Achim von Arnim anspricht, hatte Schadow mit einigen seiner Schüler geschaffen, unter ihnen Christian Daniel Rauch und Schadows Sohn Ridolfo. Dass wir heute wieder Gipsabformungen dieser Reliefs an der Fassade haben, verdanken wir dem Engagement der Schadow Gesellschaft Berlin. Herzlichen Dank! 

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Schadows Wohnräume und das Speisezimmer der Familie waren klassizistisch ausgemalt. Die Restauratoren haben zahlreiche Illusionsmalereien an Wänden und Decken freigelegt, die zum Teil unter bis zu acht Schichten aus Tapeten, Anstrichen, Verkleidungen verborgen waren. 

Als 1831 der befreundete Bankier Anton Bendemann mit seiner Familie in das 1. Obergeschoss einzog, wurden auch dessen Wohnräume mit aufwändigen Malereien ausgeschmückt. Anton Bendemanns Sohn Eduard (der 1838 Schadows Tochter Lida heiratete) schuf für einen der zum Hof gelegenen Räume das Wandbild „Die Künste am Brunnen der Poesie“, das jetzt ebenfalls aufwändig restauriert wurde. Dieses in Freskotechnik ausgeführte Wandbild zeigt Mitglieder der Familien Schadow und Bendemann und dokumentiert das Zusammenleben von Deutschen und Juden im Berlin des 19. Jahrhunderts. 

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Eduard Bendemann 1838

Nach dem Tod Johann Gottfried Schadows im Jahre 1850 veranlasste sein Sohn Felix eine Reihe von Umbauten. Unter Erhalt des alten Dachstuhls ließ er ein 2. Obergeschoss aufsetzen. Ein halbes Jahrhundert später wurde das Haus an den Staat verkauft, der hier Dienstwohnungen einrichten ließ. 

Dass dieses klassizistische Baudenkmal die Bombardements des Zweiten Weltkrieges und den erbitterten Kampf um Berlin überstanden hat, grenzt an ein Wunder. Die umliegenden Bauten lagen in Trümmern – und wurden nach und nach abgetragen. 

In den Nachkriegsjahren bewirtschafteten Künstler und Gewerbetreibende das Gebäude, zeitweise lebten hier bis zu 10 Wohnparteien. Im Jahre 1948 nutzte beispielsweise der Bildhauer Bernhard Heiliger ein Atelier in der ehemaligen Gipsformerei des Schadow-Hauses, bevor er im Januar 1949 nach Berlin-Dahlem umzog. In den DDR-Jahrzehnten stand das Gebäude zwar auf der Denkmalliste, aber es wurde schlecht gepflegt und falsch saniert. Mitte der 90er war es in einem erbärmlichen Zustand. 

Meine Damen und Herren, 

ich verrate Ihnen kein Geheimnis, wenn ich sage, dass sich die Sanierungsarbeiten an diesem Baudenkmal für alle Beteiligten als spannende Zeitreise, als enorme fachliche Herausforderung und als erhebliche Geduldsprobe gestalteten. 

Weder der Bauherr noch die beteiligten Fachleute haben voraus-sehen können, welcher kunsthistorische Reichtum sich unter den vielen Putz- und Farbschichten verbirgt und mit welchem Zeit- und Arbeitsaufwand diese Werke freigelegt, restauriert und konserviert werden müssen. 

Auch die Klärung der statischen Probleme, die schrittweise Erkundung alter Bauschäden (Hausschwamm, Risse im Mauerwerk, gebrochene Balken), die aufwändige Restaurierung der Bausubstanz und des (zu DDR-Zeiten) mit Holzschutzmitteln kontaminierten Dachstuhls erforderten erhebliche Ausdauer und schmerzliche Zugeständnisse – an die Zeitplanung und an das Kostenmanagement. Es ähnelte manchmal der Quadratur des Kreises: ein Gebäude von 1805/1851 denkmalgerecht herzurichten und zugleich die Anforderungen des heutigen Brand- und Arbeitsschutzes, der modernen Haus- und Kommunikationstechnik, der Gebäudesicherheit und der Barrierefreiheit zu erfüllen. 

Das Landesdenkmalamt war uns in diesen Jahren ein wichtiger, aber beileibe kein einfacher Partner! Über manche Vorgaben des Denkmalamtes haben wir in der Bau- und Raumkommission des Ältestenrates durchaus gestaunt und heftig diskutiert – mit allen verantwortlich Beteiligten und Partnern. Aber bei aller Härte – in der Sache ging es fair zu. 

Und wenn ich heute durch das Schadow-Haus gehe und das Ergebnis dieser langjährigen Zusammenarbeit sehe, sage ich: All diese Diskussionen um denkmalpflegerisch angemessene und zugleich kostenmäßig vertretbare Lösungen haben sich gelohnt! 

Der Bundestag hat – mit den beteiligten Partnern – ein herausragendes Bau- und Kulturdenkmal gerettet. Es wird künftig durch den Deutschen Bundestag genutzt, wahrscheinlich (idealerweise) durch jenes Fachreferat, das für die umfangreiche parlamentarische Kunstsammlung, für die Betreuung unserer Kunst-am-Bau-Werke, für Kunstausstellungen im Bundestag und anderes mehr zuständig ist. Die Abstimmungen darüber dauern an. 

Allen, die an der Sanierung und Herrichtung des Gebäudes beteiligt waren und zum Teil auch noch sind (es gibt einige Restarbeiten!), gilt unser Dank:

– dem BBR mit seinen verschiedenen Fachabteilungen,

– dem Architekten,

– den Restauratoren,

– dem Landesdenkmalamt,

– den Tragwerksplanern, Gebäudeausrüstern, Elektrotechnikern,

– den Bauarbeitern, den Handwerkerinnen und Handwerkern, die

   hier gearbeitet haben. 

Ich danke auch den an der Sanierung beteiligten Referaten in der Bundestagsverwaltung, Herrn Göggelmann, Herrn Nettekoven, Herrn Kipp, Herrn Kolodziej und all ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 

 

Königin Luise

Büste Königin Luise, von Johann Gottfried Schadow

An der Einweihung des Schadow-Hauses im Jahre 1805 hatte – so ist überliefert – auch Königin Luise (die Gattin von Friedrich Wilhelm III.) teilgenommen. Mit so viel Glanz und Prominienz können wir heute nicht mehr dienen! Dafür aber erstrahlt jetzt endlich das letzte klassizistische Künstlerhaus in alter Schönheit – und das ist doch ein echter Gewinn! Und es ist ein wirkliches Geschenk an die Stadt Berlin! 

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! 

 

Schadowhaus

Restaurierung und Rekonstruktion des Schadowhauses.

Ein Denkmal von Nationaler Bedeutung

für den Deutschen Bundestag.

  Schadowstraße 10 - 11, 10117 Berli

 

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Was macht ihr denn aus meinem Haus?

 

Die Schadow-Gesellschaft wird sich

einmischen.

 

Ihre Anfrage vom 4. Januar 2011

Sehr geehrter Herr Gefeke,

für Ihre freundliche Anfrage danke ich Ihnen. Gleichzeitig bitte ich um Verständnis, dass es mir erst jetzt möglich ist, Ihnen zu antworten.

Das Schadow-Haus wird in einem sehr aufwändigen Verfahren aus Mitteln des Bundes für Zwecke des Deutschen Bundestages saniert. Der besonderen kulturhistorischen Bedeutung dieses Gebäudes wird dadurch Rechnung getragen, dass dort künftig das Referat "Kunst im Deutschen Bundestag" zugleich Sekretariat des parlamentarischen Gremiums "Kunstkommission des Deutschen Bundestages" untergebracht wird.

In diesem Zusammenhang ist auch vorgesehen, das Haus oder Teile davon zu bestimmten Zeitpunkten einer begrenzten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine Anmietung von Räumlichkeiten im Schadow-Haus wird nicht möglich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Burkhard Göggelmann

Ministerialrat

Leiter Referat ZT 3

Liegenschaften und Gebäudetechnik

Deutscher Bundestag

 

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Das Schadowhaus - Hofansicht

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Internationales Forum für Kunst, Bildung und Wissenschaft gegr. 1985

Informationsblatt der Schadow-Gesellschaft – April 2003

Dieter Gefeke – Präsident der Schadow-Gesellschaft April 2003

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Schadow Haus  - Gartenansicht 1838

Sichtbar ist der Beginn der Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützten

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Schadowhauses in der Schadowstraße 10/11 in der Nähe des Brandenburger Tores und des Pariser Platzes. Dieter Gefeke, der Präsident der Schadow Gesellschaft e. V., Internationales Forum für Kunst, Bildung und Wissenschaft gegründet 1985 von direkten Nachfahren und Freunden der Schadows, machte sich vor Ort ein eigenes Bild vom Beginn und Fortschritt der Arbeiten. Der Vizepräsident Andreas Nicolai machte Fotos, um den Beginn der Arbeiten zu dokumentieren.

In den kommenden drei Jahren sollen nun die vom Bundestag im November 2001 bewilligten 8,85 Millionen Euro genutzt werden, um das Wohn-, Werkstatt- und Atelierhaus Johann Gottfrieds Schadows, des bedeutendsten Bildhauers des Klassizismus, Karikaturisten und Zeichners, zu sanieren. Dieses war 1805 von Friedrich Wilhelm III. für seinen Hofbildhauermeister in Auftrag gegeben und auf Staatskosten erbaut worden.

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse erklärte hierzu: „Das Andenken Schadows zu wahren und gleichzeitig im Parlamentsviertel ein kulturelles Zentrum zu schaffen, ist für den Deutschen Bundestag Ehrensache.“

Damals leitete die Bauausführung ein Kommissarius des für Immediatenbauten zuständigen Oberhofbauamtes. 1851 ließ der dritte Sohn des Johann Gottfried Schadow, Felix Schadow, alle Flügel des Hauses um ein Geschoss aufstocken. Das Haus ist ein klassizistischer Putzbau in Quaderstruktur mit sieben Achsen und zwei seitlichen Risaliten. Darin eingebettet sind auf der einen Seite ein Portal, auf der anderen eine gleich gerahmte Portalblende mit einem Fenster und Stuckreliefs.

Dieter Gefeke erklärt, diese Reliefs stellen die Entwicklung der Kunst im Altertum und deren Förderer dar und stammen aus Schadows Werkstatt. Die darüber angebrachten Medaillons stellen Werkzeuge der Bildhauerei dar.

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Nach dem Umbau 1851 gesellte sich dann noch ein Relief mit dem Porträt Johann Gottfried Schadows hinzu, welches von Hermann Schievelbein geschaffen und mittig im zweiten Geschoss angebracht wurde. Zum Andenken an seinen Vater schuf Sohn Felix zusammen mit seinem Schwager Eduard Bendemann 1852-1856 das im Inneren angebrachte Wandbildfries, welches Szenen aus Schadows Lebensstationen darstellt.

 

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Felix Schadow und Schwester Lida, beide Bewohner des Schadowhauses.

„Wir werden“, sagt Dieter Gefeke, „die Sanierungsarbeiten interessiert verfolgen und beobachten, welches Nutzungskonzept schließlich zum Tragen kommt“. Ein öffentliches kulturelles Zentrum mit Werken der Schadowfamilie, Ihrer Nachfahren und Ihrer Bewahrer wäre sicherlich auch im Sinne von Theodor Fontane. In seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg widmet Fontane ein besonderes Kapitel Johann Gottfried Schadow, dem Schneidersohn aus Saalow. Er setzte ihm ein literarisches Denkmal, in dem er den Bildhauer einen berühmten Mann nennt, dessen Name von einem Ende Europas bis zum anderen guten Klang hat. Dieser Gute Klang ist noch heute vernehmbar.

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Das dritte Geschoss und weitere Ergänzungsbauten und Aufstockungen der Hofgeschosse waren Voraussetzung, die Innenräume persönlich mit Hilfe seiner Schüler auszumalen und sich dabei mit den Wandmalereien im Roten Salon in eine Traditionskette mit den bedeutendsten abendländischen Malerfürsten zu stellen, so mit Albrecht Dürer, Tizian und Raffael.

Ausmalungen des Treppenhauses gab es noch bis in die Spätzeit des 19. Jahrhunderts. Die Innenräume wurden den jeweiligen späteren Wohnbedürfnissen angepasst. Erhalten hatte sich lediglich eine Wandmalerei im Obergeschoss aus dem Jahr 1837: „Der Brunnen des Lebens“. Gerade dieses Fresko ließ eine reichhaltige Innenausmalung aller Räume vermuten.

Das Haus eröffnet die Möglichkeit, Schadow neben seinen Bildhauerwerken auch persönlich kennen zu lernen. Das Schadowhaus ist ein hochrangiges Bau- und Kulturdenkmal.

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Schadow und Werkstatt, Protektoren der Kunst 1803/04

Supraportenreliefs am Schadow-Haus in Berlin

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Schadow-Gesellschaft

 

UND ES GEHT WEITER